Highlight 1

Gestern früh sind wir zu fünft los, ein Pärchen aus Frankreich, ein Guide aus dem Hostel, und eine angehende Führerin, die den Weg kennen lernen sollte. Außerdem mit dabei: über 6 Liter Wasser pro Person. Nach einer halben Stunde Fahrt mit dem Chicken-Bus sind wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett (sehr sandig) gelaufen, dann durch ein viel schmaleres Bachbett (etwas besser). Nach einer Mittagspause im Schatten eines Baumes ging es weiter, jetzt den steilen Hang des Vulkans Telica rauf. Nach insgesamt 7 Stunden Weg kamen wir müde und in Schweiß gebadet am Campingplatz an. Dieser ist mitten im Steinschlag, sollte der Vulkan wieder ausbrechen. Er ist erst seit kurzem überhaupt wieder zur Nutzung freigegeben, aber der Vulkan kann jederzeit wieder ausbrechen. Wesentlich weiter unten war ein aufgegebenes Hostel zu sehen, dessen Dach einige Einschlaglöcher hatte.
Außer ein paar Einheimischen am Anfang, die uns auf Pferden begegnet sind, haben wir niemanden gesehen. Erst vom Campingplatz aus ein paar Leute am Kraterrand, die in der Regel auf der anderen Seite mit Jeeps hoch gefahren werden und dann nicht mal eine Stunde Fußweg haben.
Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten sind wir über das Geröllfeld zum Kraterrand aufgestiegen. Rauch und ein beißender Geruch von Schwefel waren schon vielversprechend – und tatsächlich gab es im Krater einige Löcher, aus denen Schwefel kam. Der Kraterrand war ungesichert, es ging senkrecht in die Tiefe, und wie sicher der Grund war ist nicht so ganz klar. Bis auf einen halben Meter bin ich ran gelaufen, liegend ganz an den Rand gekommen. Schon im Tageslicht war ganz unten die brodelnde Lava zu sehen. Nach ein paar etwas zu beißenden Schwefel-Schwaden sind wir um den Vulkan gelaufen, um den Sonnenuntergang links von der Vulkan-Kette zu bestaunen, inklusive rauchendem Vulkan San Christobal und einem kurzen Abstecher in eine Fledermaus-Höhle. In der Dunkelheit sind wir noch mal zum Krater. Jetzt hat es richtig gebrodelt und laut gerauscht.
Zum Abendessen konnten wir dann noch kühlen Wind, einen tollen Sternenhimmel mit ein paar Wolken, ein Feuer und unsere gute Laune nach dem anstrengen Aufstieg genießen. Das Sternenbild ist hier anders, der zunehmende, liegende Mond hat uns angelächelt, und wir zurück.
Heute früh ging es nach einem letzten Blick auf den stark rauchenden Vulkan wieder bergab. Ohne die Mittagshitze und das weitgehend verbrauchte Wasser war der Abstieg wesentlich schneller. Noch bis zur heiß ersehnten Dusche war uns allen ein Lachen ins Gesicht geschrieben.

image

image

image

image

image

Advertisements