Highlight 5 San Blas Islands

Von Portobelo hat uns ein alter Kleinbus in ein Dorf gebracht. Auf dem Weg dort hin ist ein Reifen geplatzt und die Stoßdämpfer waren so alt, dass bei jeder Straßenschwelle der Boden aufgesetzt hat. Aber wir haben es bis zum Speedboot geschafft, das uns am späten Nachmittag an unserem Segelboot abgesetzt hat. Pünktlich zum ersten Mai fiel der Blick auf dichte Wolken über Panama, der Beginn der Regenzeit.
Auf der Spray (2-Master, 52 ft lang) bin ich mit einem kolumbianischen Skipper, seinem Assistenten Pepe, einer deutschen Köchin mit Hamburger Gemüt. Außerdem dabei: 5 nette Amerikaner, eine Irin (I love the irish accent), 2 andere Deutsche und ein Japaner, der die Panamericana entlang fährt – mit dem Fahrrad von Alaska nach Feuerland. Und nicht zu vergessen Coco, ein kleiner, braun weißer Welpe. 5 Tage auf einem Boot ist natürlich ein Risiko, aber wir haben viel Spaß zusammen.
Da der Wind schwach aus Richtung Osten kommt war klar, dass wohl die meiste Zeit der Motor treibende Kraft ist. Dadurch ist die Fahrt immerhin schneller und hat uns mehr Zeit gegeben, die wunderschönen Inseln zu erkunden und ihre Bewohner zu sehen. Die Kuna, ein indigenes Volk, betrachten die Inseln als ihr Territorium, die Panamesen aber zumindest das Wasser als ihr Hoheitsgebiet. Davon haben wir insofern mitbekommen, dass die Ausreisestelle seit ca. 2 Wochen in Portobelo ist, nicht mehr auf den Inseln. Kürzlich hatten Taucher den Konflikt befeuert, da nach panamesischem Recht das Tauchen erlaubt ist, nicht aber nach dem Recht der Insel-Bewohner.
Trotzdem scheint es hier das Paradies auf Erden zu sein. Kristallklares Wasser, weißer Sand, kleinere und größere Inseln, wenig Tiere an Land, dafür umso mehr im Wasser. Schnorcheln macht hier richtig Spaß. Es gibt ganz verschiedene Korallen, viele Seesterne von ca. 30cm Durchmesser, bunte Fische, riesige Fischschwärme, fliegende Fische, Seeigel, Octopusse, hübsche Quallen und fluoreszierende Algen, die nachts in den Wellen des Bootes aufleuchten. Und schlechtes Wetter sieht man nur mal am Horizont, zumindest im Moment. Die gute Stimmung und das gute Essen lässt einen fast wünschen, nie in Kolumbien anzukommen.
Neben dem üblichen Smalltalk, Faul sein, Schnorcheln und dem Genießen der schönen Aussicht macht auch das Volleyballspielen im knietiefen Wasser riesigen Spaß. Hier haben die Kuna teilweise Netze ins Wasser gebaut und sind auch bei dem ein oder anderen Spiel dabei.

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Inzwischen ist es schon einige Zeit her, ich versuche die nächsten Erlebnisse bei Gelegenheit ebenfalls aufzuschreiben, vor allem den Trek zur Ciudad Perdida.

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