Tips für eine erfolgreiche Iran-Reise

Natürlich gibt es viele wichtige Standard-Tips für eine Reise. Leichtes Gepäck ist da nicht das Einzige. Ich möchte aber ein paar spezifische Tips geben – zum Reiseland Iran und zu den Orten. Nicht jede Moschee und jeder Palast wird aufgezählt, auch wenn sehr viele sehenswert sind. Und natürlich sind es sehr persönliche Erfahrungen, die Situation im Iran kann sich, insbesondere während Trumps Präsidentschaft, ständig ändern. Reisewarnungen sind auf jeden Fall zu beachten. Die Inflation ist im Moment sehr hoch, worunter viele meiner iranischen Freunde sehr leiden.

Ich freue mich auch über Ergänzungen und Korrekturen anderer Reisender in den Kommentaren.

Gepäck & Co:

  • Schuhe von Tom’s oder ähnlich, die sich schnell an- und ausziehen lassen. Für Moscheen, manche Ho(s)tels oder bei netten Iranern zuhause. Am besten sandfarben/beige
  • Lippenstift mit Sonnenschutzfaktor
  • Kamera und Stativ
  • Kurze Hose kann zuhause bleiben, T-Shirt ist kein Problem bei Männern (mit kurzen Ärmeln, kein Tanktop)
  • Kopfbedeckung (Frauen Kopftuchpflicht, Männer Sonnenschutz)
  • Snackbox für Obstkäufe oder leckere Cookies etc. kann nicht schaden
  • Ausreichend Bargeld in Euro für die ganze Reise, erster Wechsel am Flughafen Teheran (Limitierter Betrag, aber guter Kurs)
  • In der Regel bekommt man einen deutlich besseren Kurs als der offizielle, da Euro gerne gesehen sind.
  • Ggf. Bestätigung der Auslands-Krankenversicherung da Teil der Einreisebestimmung, man kann aber auch am Flughafen eine abschließen.
  • SIM-Karte ist wohl am Besten am Flughafen Teheran zu bekommen
  • Generell ist Zelten auch kein Problem, man sieht viele Camper, ob man das als westlicher Tourist möchte muss jeder selbst entscheiden.
  • Man muss je nach Fluggesellschaft nicht von Teheran zurück fliegen
  • 3 Wochen sind vel zu wenig für Iran. Es gibt so viel zu sehen und man sollte doch offen für Begegnungen bleiben.

Teheran:

ich habe viel zu wenig gesehen, deswegen unvollständige Liste

  • Saleh-Schrein bei Tajrish (Spiegelmosaik, Frauen leihen sich einen Tschador vor Ort)
  • Wandern in den Bergen im Norden
  • Azadi-Tower am Abend
  • Hostel See you in Iran mit gutem Café oder Hi Tehran Hostel
  • vegetarisches Restaurant im Iranian Artists Forum, Honarmandan-Park
  • Foodtrucks beim Nationalmuseum in der Nähe vom Khomeini-Platz
  • ehemalige US-Botschaft (Achtung schlechte Öffnungszeiten, aber auch von außen sehenswert bzw. interessant)

Masouleh

  • Unter 1 Millionen Rial wird es schwierig (ca. 23€). Das Guesthouse, laut meinem Reiseführer, wollte so viel. Ich war im Hotel Mehran für 1,3 Mio. in einer Ferienwohnung mit 5 Betten und ungestörtem Balkon, statt Matratzen gibt es nur einen Perserteppich auf Holzbrettern. So schlafen Iraner traditionel, wenn nicht gleich auf dem Boden
  • Masouleh ist auf jeden Fall eine Reise wert und sollte mindestens für eine Nacht besucht werden.
  • Man kann sich wunderbar treiben lassen und sollte viele Sachen probieren, die man in der Vielfalt nicht wieder findet. Zum Beispiel weiche Cookies mit Kardamom

Täbris

  • Daria Guesthouse ist ok, alle ausländischen Rucksack-Reisenden scheinen sich hier zu versammeln (nicht sehr viele).
  • Der Basar ist Unesco-Weltkulturerbe und der beste, den ich je gesehen habe.
  • Ausflüge nach Kandovan und zum Urmiya-See, am Besten miteinander verbinden. Außerdem zu den Coloured Mountains. Leider nicht gesehen, aber Tage später davon geträumt. Muss wohl noch mal hin.
  • El-Goli-Park am Abend. Hier ist was los, inkl. Freizeit-Park und vielen Restaurants. Das Beste sind aber die jungen Leute, die sich treffen und zusammen Musik machen.

Kashan

  • Unbedingt genug Zeit einplanen, ich war zu kurz da
  • Hostel Sadeghi House – die Gastfreundschaft und das Haus selbst sind unglaublich. Der alte, sympathische Besitzer sammelt Münzen und freut sich über jede Art von Münze. Unbedingt morgens aufs Dach gehen zum Sonnenaufgang
  • Basar, mit ein bisschen Glück auch aufs Dach
  • Finngarden
  • Underground City, ggf. im Rahmen einer Wüsten-Tour
  • Salzwüste und Dünen besuchen, mit Taxi oder mit Übernachtung in der Maranjab Karawanserei (Tour z.B. bei Hosseins Bookstore)

Isfahan

  • Viel Zeit einplanen
  • Auf dem Weg nach Isfahan einen Abstecher nach Abyaneh machen. Ein sehr schönes Bergdorf, nicht zu touristisch
  • Orchid Hotel (Seven Hostel) ist besser als Amir Kabir Hostel, aber teurer
  • Lefte Café (auch leckeres Essen) am Eingang zum Basar vom Naqsh-e-Jahan Platz aus
  • Touri-Falle vermeiden – schickes Restaurant in der Hafez-Straße im 1. OG – Service furchtbar, Essen eher schlecht
  • Kunsthandwerker gibt es im Süd-Osten des Naqsh-e-Jahan-Platzes. Einiges davon dürfte auf dem Basar verkauft werden. Unbedingt mit Zeit hingehen. Ich konnte leider nur durch rauschen.
  • Abends zur Khajoo-Brücke, wenn dort gesungen wird
  • Abends ins Viertel um die armenische Kirche (die leider nur tagsüber offen ist und auch besucht werden sollte)
  • Zum Sonnenuntergang auf den Berg Soffeh (besser mit ortskundiger Begleitung und etwas Bergerfahrung)
  • Natürlich die wichtigsten Moscheen, Paläste und den Basar besuchen
  • Safran-Softeis probieren

Yazd

  • Wenn unklar, immer vorher nach Preisen fragen, sonst wird es ggf. teuer
  • Wer ein bisschen Erholung braucht kann zwischen Isfahan und Yazd ins Tak Taku Guesthouse gehen und entspannen
  • Oasis Hostel in Yazd ist gut, kommt aber etwas in die Jahre.
  • Wüsten-Tour mit Paragliding war super, aber auch nicht gerade billig
  • Ansonsten: rumlaufen und selbst entdecken. Die vielen Windtürme und die Lehmarchitektur haben ihren ganz eigenen Reiz.
  • Das Yazd-Water-Museum ist schon wegen seiner Architektur sehenswert
  • Café Yazd Art House war gut, auch super zum Sonnenuntergang mit kleiner Mahlzeit
  • Café Fooka wurde mir empfohlen, war aber nicht gut (Essen)

Shiraz

  • Natürlich geht es hier nach Persepolis und zur Nekropolis
  • Hafez Grab ist sehenswert, aber meiner Meinung nach überbewertet
  • Die Pinke Moschee am Morgen, wenn das Sonnenlicht durch die bunten Fenster fällt, ist unglaublich beeindruckend, aber leider auch überlaufen.
  • Der Schah Tscheragh Schrein ist sehr sehenswert und kaum von ausländischen Touristen besucht. Leider aber auch nur mit (kostenloser) Führung möglich und nur mit Glück kann man in den Schrein (Raum voller Spiegel-Mosaike). Nach Maschhad der heiligste Ort der iranischen Schiiten
  • Haft Khan Restaurant im Norden. Schickes Intérieur, sehr moderne Interpretation der traditionellen Architektur. Verschiedene Küchen auf verschiedenen Geschossen
  • Das Seven Hostel ist Teil eines großen Hotel-Komplexes (Niayesh-Boutique-Hotel). Es gibt bestimmt kleinere und sympathischere Hostels, die ich aber leider nicht kennen gelernt habe.
  • Das Homayouni Hostel wird, Stand Ende 2018, von Kourosh betrieben, den ich in Yazd kennen lernen konnte. Er war unglaublich nett und wir sind bis heute in Kontakt.
  • Café Arg – uriges Café nördlich der Karim Khan Zitadelle. Man glaubt in der Wohnung der Großmutter zu sein. Ist man vielleicht auch.
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